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Gallenbitteres wildfleisch

Categoria: Referat Germana

Descriere:

Im Oktober dachte er noch an eine wahre Jagd und hatte Lust noch Wildschweine zu schießen.Unter mehreren täglichen Schlagworte, kommunistische oder sozialistische, deren Sinne er nicht mehr verstand, befahl er seinem Gefolge eine Jagd zu organisieren, eine Jagd auf Wildschweine, denn er hasste diese Tiere, sie schienen ihm immer dumm, hässlich und feig zu sein...

Varianta Printabila 


1 1.GALLENBITTERES WILDFLEISCH
Es war im Oktober 1989. Europa war in großer Abänderung, genauer gesagt, die sechs sozialistischen Länder wollten von ihrer Staatsordnung loswerden und drei  von ihnen taten das monatlich je ein. Im Oktober, DDR, im November, Bulgarien und im Dezember, Rumänien. Die anderen, Polen, Ungarn und Tschechoslowakei hatten ihre Umwandlungen schon früher stufenweise getan. Die USSR kam als letzte an die Reihe und zwar Dezember 1991.
Der Staatsoberhaupt Rumäniens, “ der Verhasste”- wie man ihn nach 22. Dezember 1989 zu nennen pflegte-  ahnte im Oktober noch nicht wie rasch sein Verjagen und sein Tod sich näherten.
Im Oktober dachte er noch an eine wahre Jagd und hatte Lust noch Wildschweine zu schießen.
Unter mehreren täglichen Schlagworte, kommunistische oder sozialistische, deren Sinne er nicht mehr verstand, befahl er seinem Gefolge eine Jagd zu organisieren, eine Jagd auf Wildschweine, denn er hasste diese Tiere, sie schienen ihm immer dumm, hässlich und feig zu sein.
Auf dem Jagdfeld wurde schon alles im voraus organisiert. Die Jagd und der Schmaus nachher mussten einwandfrei verlaufen, wie immer. War er nicht der große Jäger des Landes? Erschoss er nicht in seinen besten Jahren den größten Bären Rumäniens und wahrscheinlich Europas? Was die Jagd anbelangt war er ein Sachkenner.
Schon ab Freitag bereiteten sich die Jagdtreiber. Sie kamen aus den benachbarten Dörfern gesammelt. Die lokale Parteiführung brütete alles aus: die offizielle Jagdhütte wurde schon ab Donnerstag ständig beheizt, die Warte gesäubert, denn es war Herbst und die dürren Blätter der Eichen und der Buchen konnten die Stelle ringsum voll stopfen. Sogar die Wildschweine wurden gezählt und ihre Behausung markiert. Die Jagdtreiber liefen auf dem Feld und schrien, näherten sich dem Jagdplatz mit ihren Traktoren und Fuhrwerken, tranken Schnaps und aßen Käse mit Brot sich in dem Gedanken an das schmackhafte Fleisch der Schweine wiegend.
Und der Tag kam. Der große Jäger stand auf der hohen Warte mit seinem englischen Jagdgewähr vorbereitet. Die Bauern schrien, schlugen mit dürren Ästen auf Bäumen, liefen überall auf das Feld. Wildschweine, Rehen und sogar Füchse jagten erschrocken davon, Jagdhunde bellten auf ihren Spuren, in die Luft krächtzten schwarze Vogelzüge, der Himmel war neblig und kalt. Beängstigte Wildschweine jagten keuchend überall wohin sie sahen. Ihre Augen waren schmal, ihre Schnauzen lang und weit offen, die Schwarte schwarz-grau und behaart. Hässliche Tiere! Sie liefen nach vorne, sprangen beiseite, stoßen sich an die Stämme, grunzten und quiekten, denn es waren auch Ferkel. Plötzlich richteten in die Luft Knallen und Schallen auf. Die Gewähre des großen Chefs und seiner Parteikollegen verfehlten nicht das Ziel.
Die laufenden Schweine fielen sich brüsk um. Als ob unsichtbare Baumstämme plötzlich vor ihren Augen wuchsen. Grunzend oder schneidig quiekend verloren sie betäubt ihr Leben in den Geheulen   der keuchenden Bauern.



   


1 Der große Chef schoss präzise. Ein großer Eber zeigte sich zuckend zwischen zwei Eichen, machte einen Sprung und fiel sich vor ihm um;
rutschte auf das nasse Gras und blieb unbewegt vor dem Fuß der Warte. Mit den Augen nach oben gerichtet glotzte das unglückliche Tier auf seinen Henker, als ob es ihn sehen konnte.
In seinen Augen spiegelte sich ein beängstigter Alte, der lief.            
Neben ihm schien es als ob eine alte Frau auch schreiend lief. Hinter ihnen hörte man Gewehrknallen... und sie beide liefen und liefen...
Der große Chef fühlte sich gereizt, verstand nicht und schoss noch einmal auf die tote Schnauze.
Ein Bauer kam gelaufen; wenn der Eber noch angreifen könnte, hätte er die Pflicht gehabt, zwischen ihm und dem Chef aller Chefs sich dazwischen zu stellen. Der große Eber blieb aber regungslos, still wie die  Eichenbäume ringsum. Nur eine knallrote Blutspur rann aus seiner engen Stirn.
„ Er musste nicht so vergehen!“ flüsterte er einem sich vom Hinter näherten Kumpan. „ Er war der Eber des Waldes. Er hat im Herzen des Berges seinen Wächter, einen Geist. Dieser wird sich rächen... so war es immer!“
„ Lass sein, Mensch! Was geht dich an? Mir ist es egal. Einen Fleischklumpen müssen wir kriegen! Hol ihn der Teufel! Egal wen!“ sagte dieser andeutungsweise sprechend.
„ Das Fleisch ist schon bitter, gallenbitter, du wirst es sehen!“
Der Chef aller Chefs stieg langsam von der Warte ab. Er ging finster vorbei. Schaute nur einmal auf das erschossene Wildschwein und auf die mageren Bauern mit schwärzlichen Gesichtern. Mit dem Gewähr in der linken Hand verschwand er unter den Stämmen und ging zu Seinen. Den ganzen Tag nachher war er nervös, aber verstand nicht warum. Es war ihm als ob ein Vorgefühl ihn verfolgte, aber es war nicht zu entziffern.
Es war seine letzte Jagd. Zwei Monate später nahmen er und seine Frau, von seinen Armeeleuten verhaftet, in eine Kaserne in der Provinzstadt Târgovişte, die Stelle des Ebers.    



 
 
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